Der rechtliche Rahmen in der Schweiz
Seit der Revision des Bundesgesetzes über Betäubungsmittel, die 2011 in Kraft trat, gelten Produkte mit einem THC-Gehalt von weniger als 1 % in der Schweiz nicht mehr als Betäubungsmittel.
Das Bundesamt für Gesundheit regelt die Produktion. Konkret bedeutet dies: Verkauf ab 18 Jahren erlaubt , ohne Rezept, registrierte Verkäufer, Produkte, die als Tabakersatz gekennzeichnet sind, keine therapeutischen Angaben.
Dieser Rahmen hat einen entscheidenden Vorteil: Er ist seit über zehn Jahren stabil.
In Europa gibt es keine einheitliche Regelung
Häufig wird die Schweiz mit 1 % und Europa mit 0,3 % gegenübergestellt. Das ist falsch.
Auch die Tschechische Republik wendet einen Grenzwert von 1 % an – und sie ist Mitglied der Europäischen Union. Sie hat ihren Grenzwert von 0,2 % auf 1 % angehoben und sich damit eher an der Schweiz als an ihren Nachbarn orientiert.
Umgekehrt bleibt Luxemburg bei 0,3 % für CBD-Produkte, ist aber gleichzeitig das erste EU-Land, das den Eigenanbau zu Hause erlaubt.
Zwei Länder derselben Union, zwei gegensätzliche Ansätze. Der Grenzwert von 0,3 % regelt den Hanfanbau, doch jeder Staat legt die Gesetzgebung anschließend nach eigenem Ermessen fest.
Dieses Flickwerk hat direkte Auswirkungen auf Ihre Sicherheit: Bestimmte Länder dienen als Einfallstor für Produkte, die weder in der Schweiz noch in Frankreich zugelassen wären. Auf diesem Weg gelangen synthetische Cannabinoide in den Umlauf, die unter der Bezeichnung „CBD“ verkauft werden.
Der Sonderfall Frankreich
Seit der Entscheidung des Staatsrats vom Januar 2023 ist der Verkauf von CBD-Blüten und -Blättern in Frankreich erlaubt, sofern das Endprodukt weniger als 0,3 % THC enthält.
Der französische Markt ist somit vollständig legal, unterliegt jedoch strengeren Auflagen: Die THC-Obergrenze schränkt die Auswahl der Sorten ein, therapeutische Angaben sind nicht zulässig, und die Kontrollen beziehen sich auf das Endprodukt.
Für einen französischen Verbraucher lautet die Frage nicht „Schweizer oder französisch“, sondern „Entspricht dieses Produkt den Vorschriften, und kann ich das nachweisen?“
Die konkreten Vorteile von Schweizer CBD
Ein stabiler rechtlicher Rahmen. Seit über zehn Jahren ohne größere Änderungen, was langfristige Investitionen in die Sortenauswahl ermöglicht.
Günstige Anbaubedingungen. Gemäßigtes Klima, wenig belastete Böden und im Indoor-Anbau eine zuverlässige Stromversorgung, die eine konstante Klimaregulierung ermöglicht.
Systematische Analysen. Die nach ISO 17025 akkreditierten Schweizer Labore erstellen ein vollständiges Profil der Cannabinoide und Terpene.
Nachvollziehbare Rückverfolgbarkeit. Bei unseren Schweizer Harzen wird die ursprüngliche Blüte zusammen mit dem daraus gewonnenen Harz verkauft – Sie können die beiden Analysen vergleichen.
Wie lässt sich überprüfen, ob ein CBD-Produkt wirklich aus der Schweiz stammt?
Hier entscheidet sich das Wesentliche. Das Wort „schweizerisch“ wird viel häufiger verwendet, als es verdient ist. Vier Überprüfungen sind entscheidend.
Fragen Sie, wo die Blüte gewachsen ist, nicht, wo das Harz gepresst wurde. Viele sogenannte „schweizerische“ Harze werden aus importierten Blüten hergestellt , die hier lediglich gesiebt werden. Das Vorgehen ist legal, die Bezeichnung jedoch irreführend.
Verlangen Sie das Analysezertifikat. Ein seriöses Analysezertifikat enthält den Namen eines akkreditierten Labors, ein Datum und eine Chargennummer, diedem gekauften Produkt entspricht.
Überprüfen Sie, ob die Charge identifizierbar ist. Ein Produzent, der zu seiner Produktion steht, nummeriert seine Chargen.
Achten Sie auf visuelle Nachweise. Ein Foto des Endprodukts beweist nichts. Ein Video vom Anbau, der Ernte und der Extraktion – das lässt sich nicht einfach so inszenieren.
Häufig gestellte Fragen
Ist Schweizer CBD in Frankreich legal?
Ja, wenn das Endprodukt weniger als 0,3 % THC enthält. Ein Produkt mit einem THC-Gehalt zwischen 0,3 % und 1 % ist in der Schweiz legal, in Frankreich jedoch illegal.
Ist die Schweiz das einzige Land mit einem Grenzwert von 1 %?
Nein. Die Tschechische Republik wendet denselben Grenzwert an, obwohl sie zur EU gehört. Australien und Kanada ebenfalls.
Warum ist Schweizer CBD teurer?
Höhere Energie-, Arbeits- und Grundstückskosten sowie systematische Analysen. Das ist kein Markenaufschlag, sondern eine Kostenstruktur.
Macht ein höherer THC-Gehalt das Produkt stärker?
Nein. Bei 1 % liegt der THC-Gehalt noch weit unterhalb der Schwelle für eine psychotrope Wirkung. Was sich ändert, ist die Bandbreite der anbaubaren Sorten.
Bedeutet „Hergestellt in der Schweiz“ auch „in der Schweiz angebaut“?
Nicht unbedingt – und genau das sollte man überprüfen. Fragen Sie immer nach der Herkunft der Pflanze.